Lochboisdale und Eriskay

Es geht weiter westwärts. Wir fahren nach Mallaig, denn von dort geht die Fähre nach Lochboisdale, auf die äusseren Hebriden. Wir sind schon nachmittags da und trödeln noch etwas durch das kleine Hafenstädtchen. Die Fähre fährt pünktlich und wir haben 3,5 Stunden, zum Glück ruhige, Überfahrt vor uns. Aus dem Auto müssen wir raus, und Emil meistert wieder bravourös den Gang über das Autodeck und die Metallstufen hinauf zur pet area. Wir können es uns gemütlich machen und auch Emil schafft es, etwas zu schlafen, obwohl wir sein Futter im Auto vergessen haben und er zwischenzeitlich etwas maulig war… und wir dürfen natürlich auch während der Fahrt nicht ins Autodeck, um es zu holen …. er hat es uns verziehen.

Abends erreichen wir Lochboisdale und wir müssen nur von der Fähre runter und stehen schon vor dem Hotel (http://www.lochboisdale.com/). Nun ja, es war mal schön. Es ist alt, ja – etwas wurde dran gemacht… morbider Charme fasst es wohl ganz gut zusammen. Das Zimmer ist gross, sauber und auch das Bad ist ok – die Wanne werde ich noch zu schätzen wissen. Da gucken, wir dann über die teilweise losen Tapeten hinweg und konzentrieren den Blick auf die wunderschöne Landschaft vor dem Fenster. Und das Personal ist herzlich und heißt einen vom ersten Moment an willkommen – die gute Seele des Hauses.

Der erste Tag auf den Hebriden empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein. Nach einem schnellen Frühstück machen wir uns auf den Weg und entdecken den Südteil der Insel und gleich die benachbarte Insel Eriskay. 

Wir starten am AM Politician, einem Pub, der seinen Namen von der 1941 gesunkenen S.S. Politician hat – mit 22.000 Fässern Whisky an Bord. Es heisst, dass die Inselbewohner trotz der Entbehrungen durch den Krieg „a jolly good time“ hatten. 😉

Am Strand entlang und durch die Wiesen führt uns der Weg und überall begegnen uns nicht nur Tiere – die wilden Ponies haben wir leider nicht gesehen – sondern auch Geschichte. Insbesondere Charles Edward Stuart (Bonnie Prince Charlie), der Anführer der Schotten bei Ihrer letzten Schlacht gegen die Briten. Seine Spuren und die Geschichte der Clans begegnen uns nicht nur hier, sondern überall in den Highlands.

Die Strände hier sind einmalig! Wenn wir auf einem mal 3 Leute sehen, beschliessen wir, es ist zu voll und fahren einfach ein Stück weiter. Emil weiss gar nicht wo er zuerst hinrennen soll. Es ist traumhaft. Kilometerlange Gänge sind möglich und man trifft keinen Menschen oder Hund. Das kann ja was werden, wenn wir zurück in Blankenese sind 🙈

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